Hochbeet selber bauen

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Wozu ein Hochbeet?

Hochbeete sind deshalb so vorteilhaft, weil ältere Damen und Herren, auf diese Weise auch noch ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen können – dem Gärtnern.

Vom Boden erhoben, bieten uns die Hochbeete natürlich auch Schutz vor Fraßfeinden, wie z.B. Schnecken, Wühlmäusen und so weiter. Das Gemüse darf so entspannt wachsen, bzw. wir können entspannt beim wachsen zuschauen und es dann vollständig ernten.

Es gibt höhere Erträge aufgrund wärmerer Temperaturen – bis zu 2-3 Mal mehr. Sonnenwärme und Verrotungswärme begünstigen diese Zustände. Dadurch ist auch gewährleistet, dass man etwa einen Monat früher im Jahr und auch später in den Herbst hinein ernten kann!

Auch schlechte Bodenbedingungen werden durch ein Hochbeet eleminiert. So kann z.B. das Hochbeet auf steinigen oder felsigen Untergründen sowie Pflastersteinen errichtet werden, sogar wenn eine Kontamination vorläge, wäre dies ein Vorschlag.

Gartenabfälle und holziges Material können dem Hochbeet zugeführt werden und finden so eine sinnvolle Verwendung.

Materialien

Da wir selber ein Hochbeet gebaut haben, geben wir hier unsere Wahl der Materialien an. Dazu gehören:

Vierkanthölzer

Terassendielen aus Fichte

Schrauben

Teichfolie

Werkzeug

Akkuschrauber, Wasserwaage, Hammer, Beil, Säge, Metermaß, Bohrer

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Wie groß sollte das Hochbeet gebaut werden?

Es gibt keine genauen Maßangaben. Viele raten zu 80cm Höhe usw. dabei muss man aber beachten, dass jeder Mensch individuell von seiner Statur ist und deshalb die Hochbeete auch auf den Benutzer ausgelegt sein sollten.

Wir hatten aufgrund der Einfachheit die Maße 1m x 2m x 90cm gewählt.

Der richtige Platz – wo solls hin, das Hochbeet?

Geh nach deinem Gefühl, suche dir den Platz raus, an dem du es haben willst und richte das Hochbeet N-S aus! So ist die volle Sonnenbestrahlung gewährleistet.

Der Aufbau

Die Terrassendielen werden auf die gewünschte Größe zugeschnitten, an den Enden, ugf. 1cm vom Kopfholz weg, werden jeweils 2 Bohrungen gesetzt; da kommen dann die Schrauben durch.

Die Vierkanthölzer werden mit dem Beil angespitzt und in den Boden gerammt. Dabei sollte auf die Ausrichtung geachtet werden, wir wollen ja die Terrassendielen noch daran befestigen.

Es macht nichts, wenn diese unterschiedlich aus dem Boden herausragen, die Enden können nach der Arbeit abgesägt werden.

Wer möchte, kann auch metallene Bodenverankerungen nehmen und alle Holzteile vor Einbau mit einer Holzlasur einlassen. Wir haben aus ökologischen Gründen darauf verzichtet!

Nun möchten wir die erste Terrassendiele anbringen. Für einen Anfänger recht schwer, denn diese sollte sich genau in Waage befinden. Alle weiteren Dielen, die wir von unten nach oben anschrauben, müssen anfänglich mit der Wasserwaage ausgewaagt werden!

Haben wir alle Terrassendielen erfolgreich angebracht, legen wir mindestens über das obere Drittel eine Teichfolie und tackern diese fest. Da oben die meiste Flüssigkeit an die Bretter kommt, ist die Teichfolie hier sinnvoll.

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Nun geht’s ans Auffüllen des Hochbeetes

Ganz unten wird ca. 20cm hoch Baumschnitt eingefügt. Das Material darf ruhig grob sein, da es als Drainage dienen soll.

Die nächste Schicht kann 20cm Rindenmulch sein, um schon etwas aufzufüllen, aber dennoch die Belüftung zu gewährleisten. Hier geht auch Gehäckseltes…

Eine Laubschicht mit ugf. 15cm kommt oben drüber, Grasschnitt kann in dieser Schicht auch mit hinein.

Jetzt kommt 15cm halbverrotteter Kompost oder Stallmist von Pferd oder Kuh.

Abschließend wird das Hochbeet mit 20cm fertigem Kompost bzw Pflanzenhumus aufgefüllt. Hier kann gerne auch eine Erdmischung genommen werden.

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Noch ein paar Tipps

in den ersten Jahren können starkzehrende Pflanzen angebaut werden, wie Tomaten, Zucchini, Lauch, Kohl, Sellerie und Gurken.

Die beiden darauffolgenden Jahre pflanzt du Spinat, Knoblauch, Zwiebel, Salat, Chinakohl, Karotten auch Paprika, also mittelzehrende Pflanzen.

Zu den Schwachzehrern zählen Kräuter sowie Erbsen und Bohnen, aber auch Sommerblumen, diese pflanzt du nach dem vierten Jahr.

Du kannst auch die Pflanzen mischen und musst keine besondere Fruchtfolge einhalten; dann aber solltest du die obere Schicht jeden Herbst wieder aufwerten oder ggf. austauschen.

Jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Bau deines eigenen Hochbeetes und wenn du möchtest, kannst du uns auch direkt anschreiben, wir können dir nämlich auch eines bauen.

Deine Conny Keule

 

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2 Responses

  1. Brichen Graber

    Hallo Conny
    Habe gerade deine Anleitung zum Bau des Hochbeetes gelesen. Mir schwebt genau das selbe vor. Meine Bedenken sind jedoch, wie witterungsbeständig ist das Holz über die Jahre und kann es sein, dass der Druck von innen die Bretter nach aussen drückt. Dein Beet ist jetzt schon 1 1/2 Jahre welche Erfahrung hast du seitdem gemacht. Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Lieben Gruss Britta

    • Conny

      Hallo Brichen,

      irgendwann wird das Holz sicher anfangen mürbe zu werden 😉 da du aber Bretter hast und sie verschraubt, kannst du sie einzeln austauschen! Das ist der Vorteil.
      Da wo ständig Feuchtigkeit hinkommt, wird das Holz auch schneller in die Zersetzung übergehen.
      Sorry für die späte Antwort, aber es ist so viel zu tun. 🙂

      Lg, Conny

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